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Aus dem Berg, in die Flasche

Flüsse, die sich munter ihren Weg bahnen. Sprudelnde Gebirgsbäche, Glasklare Seen. Ruhpolding ist mit Wasser gesegnet und verfügt über einen ganz besonderen Schatz: die Georgsquelle. Reinstes Mineralwasser, direkt aus dem Berg. Zum Selbstabfüllen oder aus der Flasche.
Auf der Straße zum Ortsteil Maiergschwendt, fast übersieht man das unscheinbare Schild. Es weist auf einen Schotterweg, der nach rund 100 Metern in einer Ausbuchtung endet. Eine kleine Hütte schmiegt sich an den mit Felssteinen gestützten Wiesenhang. Aus einem runden, geschlossenen Brunnentrog ragt ein kleiner Hahn. Hier kann sich jeder bedienen. Die St. Georgquelle ist eine reine Tiefenquelle und gilt offiziell als natürliches Mineralwasser mit einem sehr niedrigen Natrium- und Nitratgehalt. Gespeist wird sie vom Hochfelln. Ihren Namen verdankt sie dem Schutzpatron der nahen Pfarrkirche, dem Heiligen Georg, dem Drachentöter.

Viele die sich direkt an der Quelle ihr Wasser abfüllen, bringen ganze Kanister mit, das ist jederzeit erlaubt. Es wird lediglich um einen Obolus gebeten. Das Mineralwasser gibt es aber auch fix und fertig in Flaschen. Die Abfüllanlage St. Georgsquelle ist nur rund 1 km entfernt. Hier ist Volker Schweidler der Herr des Wassers. Der Betriebsleiter überwacht jeden Produktionsschritt mit Argusaugen. An zwei bis drei Tagen wird abgefüllt. „Die Georgsquelle ist eine artesische Quelle. Das bedeutet, dass das Wasser nicht künstlich raufgepumpt werden muss, sondern ganz alleine und aus eigener Kraft aus dem Berg und direkt in die Flasche kommt“, erklärt er. Was das Ruhpoldinger Mineralwasser noch auszeichnet? Seine Mineralisierung ist sehr ausgewogen, was ihm einen harmonischen, weichen Geschmack verleiht. Der Quell-Sauerstoff ist hoch und neben Nitrat weist es auch keinerlei Eisenbelastung auf. Angeboten wird es in den Ausführungen „still“, „medium“ und „klassisch“.

Heute ist in der Abfüllanlage ein ganz besonderes Wasser an der Reihe, das St. Georgsquelle Jod Natur-Mineralwasser. Es wird mit natürlicher Ruhpoldinger Urmeersole in einem Verhältnis von 1:54 gemischt. Nur sehr sensible Menschen schmecken das hauchfeine Salzaroma. Und, so sagt man, Menschen mit einem erhöhten Jodbedarf.
Auf einem Förderband fahren Glasflaschen unter leisem Klirren durch die Werkshalle. Die Maschinen machen dagegen ordentlich Lärm, Volker Schweidler trägt Ohrenschutz. Pro Tag schafft die Anlage rund 30.000 kleine 0,33 Liter- und 25.000 große 1 Liter-Flaschen. Vier Männer stapeln Kisten, reinigen Flaschen, kontrollieren die Messwerte. Ausgeliefert wird deutschlandweit in Reformhäuser und Naturkostläden.

„Wenn Wasser als „natürliches Mineralwasser“ in den Handel kommen soll, muss es am Quellort abgefüllt werden, das ist so vorgeschrieben“, sagt Volker Schweidler. Er hat ursprünglich als Bierbrauer gearbeitet und lacht: „Früher habe ich in der Arbeit Bier getrunken und abends Wasser und heute ist es umgekehrt.“ Für ihn steht fest: „Wasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann durch nichts ersetzt werden.“
Und es ist nicht nur für den menschlichen Körper lebenswichtig, auch für die Seele. Die Füße im kalten Gebirgsbach kühlen. Im erfrischenden Bergsee abtauchen. Dem Fluss beim Fließen zuschauen. In Ruhpolding ist alles möglich.

Weitere Hintergrundinformationen zur St. Georgsquelle findet man auf www.st-leonhards-quellen.de
 
 
 
 
 
 
Kathrin Thoma-Bregar
 
 

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