Offizielle Website: www.ruhpolding.de
 

Einsteigen statt hinterherfahren

So richtig entspannt ist ein Urlaub, wenn auch das Auto mal frei hat und stehenbleiben darf. Gut, dass es in Ruhpolding ganz einfach ist von A nach B zu kommen. Zum Beispiel mit der neuen Dorflinie.
Souverän und sicher fährt Stefan Pletschacher den Bus die schmale, steile Straße zur Unternbergbahn hinauf. Er kennt hier jede Kurve, jeden Winkel, jede Ausweichbucht. Natürlich könnte man auch mit dem eigenen PKW zum Parkplatz des Sesselliftes fahren. Aber mit der knallblauen Ruhpoldinger Dorflinie geht’s viel entspannter. Einsteigen, hinsetzen, zurücklehnen, Aussicht genießen - und sich ganz bequem zum Ziel chauffieren lassen. Wer eine Chiemgau Karte oder eine Ruhpoldinger Gästekarte hat, fährt sogar kostenlos.

9532 und 9533 sind die Nummern der zwei Dorflinien-Busse. Im Sommer fahren Stefan und seine Busfahrer-Kollegen alle Ausgangspunkte der schönsten Berg- und Almwandertouren im Ruhpoldinger Tal an. Die Dorflinie deckt auch die „letzte Meile“ ab. Das ist jenes Stück Anfahrtsweg, das meist bereits bergig und für den öffentlichen Verkehr nicht mehr erreichbar ist und wo man üblicherweise das Auto nimmt. In Ruhpolding können Sie es getrost stehen lassen. Sie müssen keinen Parkplatz suchen, sondern wandern direkt los. Völlig ausgeruht und bereit für einen unvergesslichen Tag am Berg, zum Beispiel am Unternberg.

Knapp 500 Höhenmeter geht es hier aufwärts. Der Blick hinunter aufs Dorf und hinaus in den Chiemgau und hinein in die Berge ist traumhaft. Ganz besonders reizvoll wird die Tour, wenn man über den Bergrücken einfach weiter marschiert zur Brander Alm, schließlich muss man ja nicht wie sonst zum Auto zurück. Der verwunschene Steig führt über Stock und Stein und weit und breit ist nur Natur. Wenn man Kuhglockengeläut hört, ist man fast da und kann sich schon mal auf den goldbraunen Alm-Kaiserschmarrn freuen. Der Abstieg führt zur Chiemgau Arena, wo sich im Winter die Weltelite des Biathlons misst. Und hier steigt man einfach wieder in die Dorflinie ein und lässt sich zum großen Park&Ride-Parkplatz am Bahnhof bringen.

Insgesamt bedient die Dorflinie 35 Haltestellen und ein Liniennetz von 45 Kilometern. Fast jede halbe Stunde fährt ein Bus, was für ein 7.000 Einwohner-Dorf wie Ruhpolding eine ungewöhnlich hohe Taktung ist. Die Fahrzeuge sind modern und barrierefrei, das ist nicht nur für Familien mit Kinderwägen eine Wohltat. Eine Wohltat ist die Fahrt mit der Dorflinie auch für die wundervolle Bergnatur Ruhpoldings. Autofreies Reisen ist klimafreundliches Reisen. Und das kann man im Ruhpolding-Urlaub vom Anfang bis zum Ende. Der historische, denkmalgeschützte Bahnhof liegt mitten im Ort. Von hier starten nicht nur die Dorflinie, sondern auch ausgewählte Linien des DB Oberbayernbus (RVO). Sie steuern überregionale Ausflugsziele an, etwa den Chiemsee oder den Königssee, die Salinenstadt Bad Reichenhall oder Reit im Winkl. Auch hier gilt: Mit der Chiemgau Karte steigen Sie kostenlos ein.

Stefan Pletschacher hat den Dorflinien-Bus von der Chiemgau Arena geradewegs zum Bahnhof gesteuert. Er lässt seine Gäste aussteigen und macht eine kurze Pause bevor es noch einmal hinauf zum Unternberglift geht, die Nachmittagsausflügler abholen. Einstiegen statt hinterherfahren, das ist das mobile Motto in Ruhpolding.

Die Fahrpläne sind in der Tourist Info erhältlich oder online unter www.rvo-bus.de, www.suedostbayernbahn.de oder über den DB-Navigator einsehbar.
 
 
 
 
 
 
Kathrin Thoma-Bregar
 
 

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