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Schuss ins Schwarze

Sie wollten sich schon immer mal wie Robin Hood fühlen? Und mit Pfeil und Bogen durch den Wald streifen? Dann packen Sie am besten gleich die ganze Familie ein. Um den Rest kümmert sich Roman Heigenhauser auf seinem weitläufigen Bogenparcours in Maiergschwendt.
Auf der rund acht Hektar großen Anlage stehen nicht nur Zielscheiben, sondern auch Pfaue und Rehe, Füchse und Wildschweine, Hasen und Murmeltiere. Sogar ein Dinosaurier versteckt sich im Schutz der Bäume. Sophia hat ihn längst entdeckt. Sie stellt sich seitlich hin, legt Bogen und Pfeil an, zielt beherzt drauf zu und: trifft! Sophia ist mit ihrer großen Schwester und Papa Christian oft und gerne beim Bogenschießen. Weil es nie langweilig ist und die Zeit wie im Fluge vergeht.

24 Stationen gibt es auf dem 1,5 Kilometer langen Rundparcours. Das Gelände schmiegt sich an einem Wiesenhang empor und geht in schattigen Laubwald über. Roman Heigenhauser hat hier alles eigenhändig angelegt. Er ist selbst leidenschaftlicher Bogenschütze. „Ich bin durch Zufall dazugekommen, es hat mir sofort gefallen.“ Auf seiner Anlage tummeln sich ambitionierte Schützen genauso wie Hobbysportler und Anfänger. Auch altersmäßig ist alles vertreten, vom Kind bis zum rüstigen Rentner. Die wichtigste Regel: Der Parcours ist eine Einbahnstraße.
„Man darf nicht einfach zurückgehen, wenn einem beispielsweise an Station 8 einfällt, dass man an Station 6 etwas vergessen hat, sondern muss den ganzen Rundweg ab- und wieder von vorne losgehen. Einen Notausgang gibt es beim Dinosaurier“, erklärt Roman Heigenhauser.

Wer keinen eigenen Bogen und Pfeile hat, kann sich die Ausrüstung vor Ort ausleihen und einen Crashkurs gibt es auch. Die richtige Körperhaltung ist beim Bogenschießen nämlich entscheidend:
Die Füße sollten schulterbreit nebeneinander und direkt im 90-Grad Winkel zum Ziel sein. Legt man einen Pfeil vor die Fußspitzen, muss der Pfeil direkt auf das Ziel zeigen. Von der Seite betrachtet bilden Körper, der durchgestreckte Bogenarm und der sich im Auszug befindliche Auszugsarm ein T. Die Schusshand berührt den „Ankerpunkt“, das ist ein bestimmter Bereich im Gesicht, unterhalb des Wangenknochens. Roman Heigermoser macht es ganz genau vor, zum Einschießen gibt es einen kleinen Platz mit Scheiben, gleich unterhalb des eigentlichen Parcours. Dass beim Bogenschießen neben der Technik auch Kraft eine Rolle spielt, merken Anfänger ziemlich rasch. Dabei ist es nicht der Arm, der die Sehne spannt, der immer schwerer wird, sondern der, der den Bogen halten muss – und zwar so ruhig, dass man sicher zielen kann. Die Energie zu spüren, wenn die gespannte Sehne loslässt und der Pfeil abschießt, ist ein fantastisches Gefühl.

Roman Heigenhauser geht es genau darum, seinen Gästen die Freude am Bogensport zu vermitteln. „Es macht Spaß und der Weg ist das Ziel. Man hat immer einen schönen Tag in der Natur, verbringt Zeit draußen und selbst bei Regenwetter kann man sich hier austoben. Es ist ein Sport für die ganze Familie und trainiert nebenbei noch Muskeln und Geist“.
Die kleine Sophia ist mit Papa und Schwester längst weiter zum Steinbock gezogen. Mit geschickten Handgriffen zieht sie ihren Pfeil aus dem speziellen Schaumstoffmaterial. Sie hat zwei Mal getroffen. Früh übt sich, das gilt auch beim Bogenschießen.

Wer selber einmal seine Treffsicherheit prüfen möchte, kommt am besten direkt einmal vorbei - www.bowhunting-chiemgau.de
 
 
 
 
 
 
Kathrin Thoma-Bregar
 
 

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